Die Kaffeehistorie

Der Genuss von Kaffee – eine Jahrhunderte alte Tradition

Die Nomadenvölker im heutigen Äthiopien waren die ersten, die die Frucht der Kaffeepflanze und ihre anregende Wirkung entdeckt haben und zu nutzen wussten: Sie aßen sie roh oder gekocht und sie diente ihnen als Nahrungsergänzung. Erst ab den 9. Jahrhundert gewann man aus den Früchten ein Getränk – das aber eher an Tee als an den heutigen Kaffee erinnerte, denn das Rösten der Bohnen war noch nicht „erfunden“.

Die Jemeniter entdeckten schließlich das Rösten der Bohnen und waren die ersten, die in den Genuss des heutigen Kaffees kamen – auch waren sie das erste Volk, welches die Kaffeepflanze kultivierte. Von dort gelangte der Kaffee als „Qahwa“ in die arabische Welt, wo es sich größter Beliebtheit erfreute. Die islamische Welt zelebrierte das Kaffeetrinken und es dauerte nicht lange, bis zum Ende des 15. Jahrhunderts mit den ersten öffentlichen „Kaffeeschenken“ eine regelrechte Kaffeekultur entstand.

Bis Mitte des 17. Jahrhundert wurde Kaffee einzig in Äthiopien und Jemen angebaut. Erst die Holländer durchbrachen dieses „Monopol“ und entführten keimfähige Setzlinge in ihre Kolonien in Asien (Sri Lanka, Indonesien). Mit der fortschreitenden „Eroberung der Welt“ durch die europäischen Großmächte begann der systematische Anbau und der weltumspannende Handel mit dem kostbaren Gut. 1723 brachten die Franzosen den Kaffee in die Karibik und die Portugiesen nach Brasilien. Ab dem 19. Jahrhundert brachten allen voran die Briten und Franzosen den Kaffee wieder in ihre Heimatländer und (re-)kultivierten ihn in ihren afrikanischen Kolonien.

In Deutschland, welches keine für den Anbau geeignete Kolonien besaß, war der Kaffee lange Zeit ein exotisches Getränk, welches teuer importiert werden musste. Deshalb konnten sich nur die wohlhabenden Bürger diesen Genuss leisten. Erst mit der Industrialisierung wird in Deutschland Kaffee zu einem Getränk für alle Schichten, wobei die Ärmeren den Kaffee oftmals mit anderen gerösteten Getreide, Gemüse oder Früchten streckten und damit auch ihren Hunger unterdrückten. Zum Ende des 19.Jahrhunderts wurde der Konsum von Kaffee im breiten Volk sogar gezielt gefördert, um Konzentrationsmängel und Übermüdung während eines oft 14 bis 16 Stunden andauernden Arbeitstags in den Fabriken  zu verhindern.

Heutzutage wird der Kaffee in fast allen Ländern rund um den Äquator, zwischen den beiden Wendekreisen angebaut, sodass man sogar von dem Kaffeegürtel spricht. Hauptproduzent ist mit weitem Abstand Brasilien, der Hauptkonsument die USA, gefolgt von Deutschland mit etwa 60.000t pro Jahr.

Kaffee in all seiner Vielfalt

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